Ganzheitsmedizin – Die Medizin der Zukunft ?

In der medizinischen Behandlung des Menschen treten immer mal wieder neue Richtungen auf, die für sich beanspruchen, die herkömmliche Medizin zu überwinden. Dabei kamen schon häufiger Praktiken auf, die sich der herkömmlichen Medizin entgegenstellen und tatsächlich viel Nutzen erbringen. Die Ganzheitsmedizin ist eine neuere Bewegung, die jedoch bereits in ihrem Konzept seit Tausenden von Jahren besteht.

Die herkömmliche Medizin ist zu spezifisch

So ist die herkömmliche westliche Medizin für viele Menschen heutzutage zu spezifisch. Man geht zum Arzt und lässt sich nur auf bestimmte, definierte Krankheiten überprüfen. Liegt eine solche Krankheit vor, erfolgt eine ganz spezifische Behandlung dieser, wobei man häufig einerseits die Symptome behandelt und auf der anderen Seite den Ursprung der Krankheit selbst. Hat man beispielsweise eine Krebserkrankung, so kriegt man Medikamente und eine Chemotherapie gegen diesen Krebs.

Die Symptome sollten nicht behandelt werden

Ein ganz besonderer Kritikpunkt der Ganzheitsmedizin ist hierbei, dass die herkömmliche Medizin zu oft nur die Symptome behandelt. Hat man Kopfschmerzen, so kriegt man eine Tablette gegen Kopfschmerzen und keine Behandlungsmöglichkeit, die langfristig Kopfschmerzen eindämmen soll. Folglich bearbeitet man nicht den Kern der Erkrankung, sondern lediglich dessen Auswüchse.

Der Mensch im Konzept seines Umfelds

Die Ganzheitsmedizin betrachtet dabei den Menschen in einem riesigen Umfeld, wo zahlreiche Wechselwirkungen stattfinden. Hat jemand laut der Ganzheitsmedizin Kopfschmerzen, so helfen nicht Tabletten gegen diese. Viel eher muss man dem Kern der Kopfschmerzen auf den Grund gehen, so kann einer der folgenden Faktoren der Auslöser sein:

  • Stress im Berufsalltag
  • Der Todesfall eines nahen Verwandten
  • Zu wenig Wasserzufuhr
  • Eine zu hohe Aufnahme von Koffein

Die Ganzheitsmedizin betrachtet wieder den Menschen und alle Aspekte seines Lebens.

Ganzheitliche medizinische Methoden

Wird so eine Krankheit erfasst bzw. ein ungewolltes Verhalten des Körpers, so muss man dementsprechend reagieren. Im Rahmen der Ganzheitsmedizin probiert man in der Regel, den eigenen Alltag derart anzupassen, dass die Symptome und das Kern des Problems verschwinden. Ein Fall könnte so sein, dass man im Alltag ziemlich träge ist. Nun fängt man nicht an, sich mit Antidepressiva und Koffein voll zu pumpen. Gemäß der Ganzheitsmedizin sollte man eher anfangen, eine gesündere Ernährung an den Tag zu legen, viel sportliche Aktivitäten zu treiben, den eigenen Stoffwechsel auf natürliche Arten und Weisen anzukurbeln und den Alltag allgemein so zu verändern, dass er diesen übergeordneten Zielen zuspielt.

Während man gemäß der westlichen Medizin allzu häufig eine Pille einmal täglich einschmeißen sollte, um einem Problem entgegenzuwirken, passt man bei der Ganzheitsmedizin den Alltag an. So ist es der Alltag, der den Einfluss auf den Körper ausüben und dafür sorgen kann, dass Probleme entstehen. Diese Probleme gilt es also herauszufinden und entsprechend zu kontern. Dabei muss der Mensch immer im Kontext seines Umfeldes betrachtet werden.

Auf Ganzheitsmedizin haben sich auch schon einige Kliniken spezialisiert. So deckt z.B. die Habichtswald Reha-Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde die Bereiche Psychosomatik, Innere Medizin und die Onkologie ab.

Fazit

Man mag sich die Frage stellen, ob es sich hierbei wirklich um die Medizin der Zukunft handelt. Auf jeden Fall erscheint der Ansatzpunkt sinnvoll, dass man den Menschen nicht auf einzelne Symptome reduziert sondern dass man ihn im Kontext seines Umfeldes wahrnimmt. So meinen Anhänger dieser medizinischen Richtung, dass man erst eine allumfassende Gesundheit erreichen kann.

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