Wie uns Werbung manipuliert mit psychologischen Tricks

Werbung ist dafür bekannt, den Menschen irgendwie manipulieren zu wollen. Wenn beim Fernsehschauen kurz die Werbepause läuft, fallen jedem die ein oder anderen Aspekte auf, die einen dazu bringen sollen, das Produkt zu kaufen. Hier wollen wir den Marketingleuten auf die Finger schauen.

Das Problem: Das Individuum ist nicht wichtig

Das Problem für den Endkonsumenten und das jeweilige Individuum ist, dass sich das Unternehmen nicht für das Individuum interessiert. Ein Unternehmen rechnet lediglich mit potenziellen Käufern, die Interesse am Produkt haben könnten. Ihnen geht es nicht um den eigenen Namen, Wohnsitz und die eigenen Probleme: Sie wollen nur so viel Profit wie möglich scheffeln. Folglich muss man damit rechnen, dass Unternehmen ihre Werbung derart ansetzen, dass sie lediglich einen möglichst großen Teil der potenziellen Kunden abtragen können.

Die Psychologie der Massen

Mehr oder weniger aus diesem Fakt heraus hat sich die Psychologie der Massen herausgebildet. Ein Individuum denkt und handelt anders als eine ganze Masse an Individuen, welche dadurch ihre Individualität verlieren. Wenn man in einem brennenden Haus ist, wird man meistens denselben Weg rennen, wie die anderen Menschen. Wer auf einer Feier ist und nicht weiß, wie er sich zu benehmen hat, orientiert sich am Benehmen der anderen. Hierdurch entsteht eine Kettenreaktion, wodurch viele Menschen ihre Individualität in der Gruppe verlieren, was Unternehmen ausnutzen wollen.

Fallbeispiel: Unmenschliche Standards in der Werbung

Getrickst wird der Kunde also beispielsweise, indem Werbung unmenschliche Standards aufzeigt. Für Werbung von Unterwäsche werden Männer und Frauen herangezogen, die bestens durchtrainiert sind und eine makellose Haut aufweisen. Dadurch denkt man, dass es die Unterwäsche ist, die die Attraktivität ausmacht, dabei ist es lediglich die jeweilige Person.

Lügen und schwammige Formulierungen

Häufig greifen Marketingleute auch einfach zu lügen und sehr schwammigen Formulierungen, weil sie Fakten verdecken wollen. Häufig liest man so beispielsweise, dass Sekundenkleber extrem stark halten oder Hautcreme die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Das sind jedoch bloße Aussagen, die an und für sich noch nichts bedeuten. Sie müssen irgendwie quantifiziert werden, beispielsweise in Form von Zahlen, damit wir mit ihnen etwas anfangen können.

Andere problematische Aussagen, auf die man häufig trifft, sind folgende:

  • Das Produkt hat höchste Qualität
  • Von zufriedenen Bauern angebaut
  • Das beste Produkt seiner Art
  • Von unabhängigen Instituten getestet
  • Wirkung wissenschaftlich bewiesen

Fazit

Die genannten Punkte sind lediglich ein kleiner Einblick in die psychologische Trickkiste der meisten Marketingabteilungen. Es dient jedoch perfekt als ein erster Einblick, wie Unternehmen probieren, in den Kopf der potenziellen Kunden zu gelangen.

Grüße
Henrik

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