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Arbeitslosen Forum: Bei Rückwanderung nach Deutschland ALG2 berechtigt?

Bei Rückwanderung nach Deutschland ALG2 berechtigt?



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willixaver



Anmeldedatum: 12.11.2009
Beiträge: 1
Wohnort: Regen

BeitragVerfasst am: 12.11.2009 09:27    Titel: Bei Rückwanderung nach Deutschland ALG2 berechtigt?

Bei Rückwanderung ALG2 berechtigt? Notfall brauche dringend Euren Rat
Text: Hallo liebe Leute hier im Forum,

mein Neffe 32 Jahre lebt in Großbrittanien, verheiratet mit einer Brittin, 2 jährigem Sohn, geboren in England und möchte nun wieder mit seiner Familie nach Deutschland (Niederbayern) kommen. Meine dringende Frage: Hat er hier Anrecht auf ALG2 für sich und seine Familie? Wenn ja, wie ist die Vorgehensweise?

Situation: Er studierte in den USA Maskenbildner und musste das Studium abbrechen, da er aus familiären Gründen keine Unterstützung mehr erhalten konnte. Auch wegen der Liebe hat es ihn dann nach England verschlagen. Dort hat er sich immer durch kleine Jobs über Wasser halten können. Sein letzter Arbeitsgeber, ein Pub, ist nun Pleite und er hofft noch am kommenden Freitag etwas Geld zu bekommen, aus seiner Wohung musste er auch raus.

Nun erhält er für sich und seine Familie 80 englische Pfund die Woche, muss in einer Pension (Bed &Breakfast) schlafen die sehr runtergekommen und schmutzig ist. Morgens müssen sie die Pension verlassen und dürfen erst um 17.oo Uhr wieder zurückkommen. Für seinen zweijährigen Sohn gibt es nur eine kleine schmutzige Matraze auf dem Boden. Dort sollen sie 6 Monate leben und erhalten dann eine Sozialwohnung, diese sind in England sehr sehr schlecht.

Ich bin richtig schockiert und möchte meinem Neffen und seiner jungen und kleinen Familie helfen so gut ich kann, leider ist es bei mir finanziell nicht gerade rosig und aus diesem Grund brauche ich dringend ein paar Ratschläge von Euch.

Da er wegen seinem abgebrochenen Studium keine Ausbildung hat, würde er gerne hier in Deutschland eine Berufsausbildung machen um seiner Familie eine Zukunft in Deutschland bieten zu können. Geht das auch, falls er ALG2 erhalten würde? Vielleicht weiß jemand von Euch auch da einen guten Rat.

Möchte mich schon im Voraus für Eure Ratschläge bedanken
und wünsche einen schönen Tag.
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Ziggi
Moderator


Anmeldedatum: 12.10.2009
Beiträge: 1181
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 14.11.2009 01:54    Titel:

Sollte keine Probleme geben, da seine Frau EU-ausländerin ist und er Deutscher? schaut mal hier nach: http://www.bmas.de/portal/10362/grundsicherung__fuer__arbeitsuchende__sgb__ii.html PDF runterladen und lesen, besonders:
Zitat:
§ 7 Berechtigte
(1) Leistungen nach diesem Buch erhalten Personen, die
1. das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a noch nicht erreicht haben,
2. erwerbsfähig sind,
3. hilfebedürftig sind und
4. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben
(erwerbsfähige Hilfebedürftige).
Ausgenommen sind
1. Ausländer, die weder in der Bundesrepublik Deutschland Arbeitnehmer oder Selbständige noch auf Grund des § 2 Abs. 3 des Freizügigkeitsgesetzes/EU freizügigkeitsberechtigt sind, und ihre Familienangehörigen für die ersten drei Monate ihres Aufenthalts,
2. Ausländer, deren Aufenthaltsrecht sich allein aus dem Zweck der Arbeitsuche ergibt, und ihre Familienangehörigen,
3. Leistungsberechtigte nach § 1 des Asylbewerberleistungsgesetzes.

Satz 2 Nr. 1 gilt nicht für Ausländer, die sich mit einem Aufenthaltstitel nach Kapitel 2 Abschnitt 5 des Aufenthaltsgesetzes in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten. Aufenthaltsrechtliche Bestimmungen bleiben unberührt.
(2) Leistungen erhalten auch Personen, die mit erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Dienstleistungen und Sachleistungen werden ihnen nur erbracht, wenn dadurch

1. die Hilfebedürftigkeit der Angehörigen der Bedarfsgemeinschaft beendet oder verringert,
2. Hemmnisse bei der Eingliederung der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen beseitigt oder vermindert werden.
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
1. die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,
2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,
3. als Partner der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
a) der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,
b) der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,
c) eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen,

4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.

(3a) Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner
1. länger als ein Jahr zusammenleben,
2. mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
3. Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
4. befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.

(4) Leistungen nach diesem Buch erhält nicht, wer in einer stationären Einrichtung untergebracht ist, Rente wegen Alters oder Knappschaftsausgleichsleistung oder ähnliche Leistungen öffentlich-rechtlicher Art bezieht. Dem Aufenthalt in einer stationären Einrichtung ist der Aufenthalt in einer Einrichtung zum Vollzug richterlich angeordneter Freiheitsentziehung gleichgestellt. Abweichend von Satz 1 erhält Leistungen nach diesem Buch,

1. wer voraussichtlich für weniger als sechs Monate in einem Krankenhaus (§ 107 des Fünften Buches) untergebracht ist oder
2. wer in einer stationären Einrichtung untergebracht und unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 15 Stunden wöchentlich erwerbstätig ist.

(4a) Leistungen nach diesem Buch erhält nicht, wer sich ohne Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners außerhalb des in der Erreichbarkeits-Anordnung vom 23. Oktober 1997 (ANBA 1997, 1685), geändert durch die Anordnung vom 16. November 2001 (ANBA 2001, 1476), definierten zeit- und ortsnahen Bereiches aufhält; die übrigen Bestimmungen dieser Anordnung gelten entsprechend.
(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen geleistet werden.
(6) Absatz 5 findet keine Anwendung auf Auszubildende,

1. die auf Grund von § 2 Abs. 1a des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung oder auf Grund von § 64 Abs. 1 des Dritten Buches keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben oder
2. deren Bedarf sich nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder nach § 66 Abs. 1 Satz 1 des Dritten Buches bemisst oder
3. die eine Abendhauptschule, eine Abendrealschule oder ein Abendgymnasium besuchen, sofern sie aufgrund von § 10 Abs. 3 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung haben.

_________________
Alles was ich hier wiedergebe sind erfahrungswerte, es Stellt in keiner weise Rechtsberatung dar.

Alles was das Herz begehr
ist glück, doch leben mehr.
Alles was der Staat dir giebt,
Du wirst von ihm nicht geliebt.
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