Claudia und ich setzten die Jungs am Moraine Lake ab, da beide dort wandern wollten. Claudia und ich fuhren stattdessen zum Emerald Lake, vorher machten wir noch einen Abstecher in das Visitor Centre von Field, um uns nach einer geeigneten Wanderung am Emerald Lake zu informieren. Heute wollten wir zum
Zeitbedarf: ca. 4 Stunden
Am Emerald Lake angekommen, schnürten wir dann schnell unsere Wanderschuhe und los ging es. Die ersten 2,1 km gingen immer am See entlang. An der Rückseite des Sees führte uns unser Trail dann vom See weg. Die ersten 700 m ging es noch durch flaches Land. Dann kam ein sehr heftiger Anstieg, der uns in einen kanadischen Regenwald brachte. Überall große Flächen Moos, Farne, Eiben, Hemlock Tannen. Es tropfte einem immer nur so auf den Kopf. Irgendwann setzte dann leichter Nieselregen ein. Unser Weg führte uns schließlich zu einem riesigen Geröllfeld. Dort stöberten Claudia und ich erst einmal nach Steinen. Bepackt mit zahlreichen Exemplaren ging es dann zum Emerald Basin, wo wir unsere Steinexemplare dann gewaschen und begutachtet haben. Es folgte eine weitere Stunde mit "Steine suchen". Die Endresultate wurden gesichtet und die für gut befundenen Steine haben wir dann in unseren Rucksäcken verstaut. Schwer bepackt ging es an den Rückweg. Aus dem leichten Nieselregen war inzwisc
hen heftiger Regen geworden. Dadurch war der Pfad ziemlich glitschig und matschig. Nach endlosen 1 ½ Stunden erreichten wir wieder unseren Jeep - die Hosen voll Schlamm und pitschenass.
Schnell ging es zurück nach Lake Louise Village, wo wir uns bei einer heißen Schokolade und einem "Health Cokie" aufgewärmt und gestärkt haben. Anschließend ging es wieder in unsere gemütliche Hütte. Dort wurden dann voller Spannung die mitgebrachten Steine begutachtet und die ersten bereits wieder ausgemustert.
Als wir gerade mit Tagebuch schreiben beschäftigt waren klopfte es an unserer Tür und jemand vom Management gab uns eine Telefonnotiz. Die beinhaltete eine Nachricht von unseren Jungs: "Bitte am Moraine Lake abholen".
Also setzte ich mich ins Auto und fuhr zum Moraine Lake, wo die beiden bemitleidenswerten Jungs schon warteten. Auf der Rückfahrt erzählten die beiden dann von ihrem "halsbrecherischen" Trail und von ihren Blessuren (sahen schlimmer aus als sie wirklich waren).
Wieder in der Hütte duschten die beiden Jungs und wuschen ihre völlig verdreckten und blutbeschmierten Hosen.
Anschließend ging es ans Abendessen machen. Da wir noch Reste vom Vortag hatten, gab es heute wieder einmal Spaghetti Bolognese.
Nach dem Essen und dem Abwaschen begann der kurze geruhsame Abend, bis es dann alle in ihre Betten zog - war eben doch ein anstrengender Tag!
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